Mitgliederwerkschau 17.2.-4.3.2018

NEUbeginn 2018 und Rückblende 2007-2017
Der Fussboden war prägendes Symbol der ehemaligen artP.Ausstellungsfläche, daher diente die Fliese als Ausgangsmaterial und künstlerisches Mittel zur Rückblende, wie auch zur Vorschau am neuen Standort.Identes Material, individuelle künstlerische Gestaltungsauffassungen der 28 (Neu 30) Mitglieder simulierten ein gemeinsames Abbild anlässlich der 1. Ausstellung 2018 im neuen artP.kunstverein.

Von 30.9. - 15.10.2017
mit Rita Kämmerer, Bernhard Tragut, Sebastian Weissenbacher

Staunenden Auges auf der Spurensuche in der umfassenden Ausdruckswelt bei Rita Kämmerer, stoßt man auf Themen wie Geschichte, Geografie, Kulturtradition, Werbung, Geschlechtsspezifisches und Humor. Vielfältiges Material und Techniken sind ihr in der Arbeit nicht fremd, immer bezogen auf Raum und thematische Ausrichtung stellen sich die Bilder, Grafiken und Objekte aufklärend zur Schau.

Bernhard Tragut meistert seine Darstellungen von Menschen und Gegenständen, selten auch Tieren nicht nur handwerklich als Bildhauer und Maler, sondern seziert gesellschaftliche Charakterzüge und Sozialisation mit scharfem, humorvollem Blick. Die täglichen Lebensabläufe im Sog der Wünsche und Plagen, Phantasien und Tatsachen amüsieren und hinterfragen das eigene Rollenspiel.

Der Alltag, durch Konsumwelt und Werbung manipuliert und durch die Malereien von Sebastian Weissenbacher spielerisch aufgeladen, stimmen die BetrachterInnen neben Erkenntnis und Wahrheit zum Lachen. Als harmlos befundenes, wird das liebliche Konsumgut aus der Spielzeugindustrie symbolisch zur hämischen und politischen Kritik des Gesellschaftssystems. 

 

artP.kunstverein

 

Ausstellung

mit Regina Moritz, Jutta Müller, Beate Schachinger

Die Bilder von Regina Moritz fokussieren Verschachtelungen. Dynamisch satter Duktus wechselt mit linearer Explosion und verdichtet die Bildgeschichten mit Einblicken in Orte, Situationen und Momentaufnahmen.
Im Gegensatz dazu formuliert Jutta Müller das intuitive, sinnliche Erleben von Landschaften und Menschen. Reduziert im unendlichen Spektrum von Farben.
Klar umrissen in den kleinformatigen Ölbildern, die ihr nahestehenden, aber auch ihr nicht bekannte Personen von Beate Schachinger. Nicht immer gänzlich erkennbar zeigen sie sich in alltäglichen Positionen, die stark die Frage nach der Bedeutung der innewohnenden Geheimnisse in den Bildern impliziert.

 


Michaela Bruckmüller, Roswitha Geyer, Maria Hanl und Hsin-Wen Tsao

Die Verflechtung von Systemen bei menschlich gesellschaftlichen Strukturen mit den Strukturen in der Natur lassen einen umfassenden Kontext dieser Ausstellung zu. Der offene Prozess des Werdens und Vergehens birgt die Gedanken von Erinnerung und Wiederholung, von Idee und Bedeutung in sich.

 
Fotografien von Friedrich Erhart, Kitty Kino und Brigitte Woda-Stabl

Die KünstlerInnen dieser Ausstellung - Friedrich Erhart, Kitty Kino und Brigitte Woda-Stabl spielen in ihren fotografischen Arbeiten jede/r auf seine/ihre Weise mit dem Licht als malerisches Gestaltungselement. Durch gezielt eingesetzte Kameraführung und längere Belichtungszeiten entstehen Eindrücke raumzeitlicher Bewegungen. Das Element der Unschärfe korrespondiert mit der Flüchtigkeit der Wahrnehmung. Bei Erhart entstehen dadurch farbenfrohe Bildkompositionen, Personen werden zu stilisierten Gestalten; die Reduktion des Ausschnittes, die Großflächigkeit der Farbe ergeben bei Woda-Stabl ihre affektiv aufgeladenen Alltagsbruchstücke; Kinos Arbeiten erinnern durch die geringe Auflösung einer veralteten Handykamera an Pointilismus - ihren Stil nennt sie Pixilismus.